Donnerstag, 3. November 2016

Veganes Moussatouille

Heute gab es bei uns eine Mischung aus Moussaka und Ratatouille - ein Moussatouille! 

Zutaten für eine große Auflaufform:
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe 
1 Paprika 
1 Aubergine 
1 kleine Zucchini 
1/4 Hokkaido
1 große Süßkartoffel 
1 große Möhre 
4 Geschälte Tomaten 
3 EL Tomatenmark 
1 EL Paprikamark
1 kleine Tasse Sojaschnetzel 
Basilikum
Thymian
Rosmarin
Oregano
Salz Pfeffer 

1 gehäuften EL Dinkelmehl
1 EL Vegane Margarine
200ml Sojasahne
Etwas geriebenen veganen Käse 

Legt die Paprika bei 200 Grad in den Ofen und nehmt sie erst raus, wenn sie beginnt Blasen zu werden. 

Schält und würfelt die Zwiebeln und bratet sie zusammen mit den Sojaschnetzeln scharf an. 
Auch die Tomaten werden geschält und gewürfelt und mit gebraten. 

Die Paprika kann nach einer kurzen Abkühlzeit gehäutet und ebenfalls gewürfelt werden. Gebt sie zusammen mit dem Tomaten- und Paprikamark, den Kräutern, dem gepressten Knoblauch, dem Salz und dem Pfeffer zu den Tomaten und lasst alles zusammen mit 100ml Wasser ein wenig einkochen. 

Schneidet das Gemüse in ca 1x1cm große Würfel (Hokkaido, Aubergine und Zucchini müssen nicht geschält werden. Lediglich die Möhre und die Süßkartoffel) und vermischt es mit der Soße bevor ihr alles in eine große Auflaufform gebt. 

Nun zur Béchamelsoße:

Zerlasst die Margarine in einem Topf und gebt das Mehl unter ständigem rühren dazu. Nun nach und nach die Sojasahne eingießen und (immer schön weiter rühren...) andicken lassen. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken. 

Die Béchamel verteilt ihr nun gleichmäßig auf dem Gemüse. Streut noch ein wenig veganen Käse darüber, bevor ihr den Auflauf abgedeckt 50 Minuten lang bei 200 Grad Ober-/Unterhitze backt. Anschließend noch 10 Minuten ohne Abdeckung, damit das Moussatouille ein wenig Farbe bekommt. 



Dieser tolle herbstliche Gemüseauflauf schmeckt pur oder zu Reis. 

Guten Appetit! 

Montag, 26. September 2016

Resteverwertung: knusprige Kartoffelchips aus Schalen

Wie mögt ihr eure Kartoffeln am liebsten? Geschält oder lieber mit Schale?
Meine Kinder mögen sie (außer bei Country Potatoes) lieber ohne Schale, was sehr Schade ist, da nicht nur Vitamine verloren gehen, sondern auch Essbares weggeschmissen wird. Ich verrate euch, wie ihr die Schalen noch sinnvoll verwerten könnt :) 



Zutaten:
- Die Schalen von 1kg Biokartoffeln 
- 1 1/2 EL Öl
- Salz 
- Paprikagewürz

Heißt den Backofen auf 130 Grad Umluft vor. Nun vermengt die Schalen mit dem Öl und den Gewürzen und legt sie so auf ein Backblech, dass jede Schale möglichst frei liegt. 


Backt die Schalen ca 45 Minuten bis sie goldgelb sind. 


Donnerstag, 22. September 2016

Chutney von grünen Tomaten

Nun ist sie vorbei - die Tomatenzeit :( in meinem Gewächshaus ist schon einige Tage keine Tomate mehr rot geworden. Um Platz für neue Pflänzchen zu schaffen, habe ich in den letzten Tagen die ganzen grünen Tomaten abgeerntet und die Pflanzen raus gerupft. 

Aber was tun mit fast 3kg unreifen Tomaten? 

Chutney von grünen Tomaten 

Zutaten:
2kg grüne Tomaten 
1kg Zwiebeln
1 Mango
8 Peperonis
250g Rosinen
500g Zucker 
300ml Branntweinessig 
6-8 Knoblauchzehen 
1 EL Senf
1 TL Ingwer
1 TL Curry
1 TL Paprikapulver scharf
3 gestrichene EL Dinkelmehl
Etwas Wasser 



Nun die schlechte Nachricht. Es ist schon einiges an Arbeit... Die gute: es lohnt sich! 



Schält die Tomaten und würfelt sie. Auch die Zwiebeln solltet ihr in nicht zu kleine Würfel schneiden. Nun bedeckt alles sehr großzügig mit Salz und lasst es über Nacht stehen. 

Durch das schälen, vergären und das spätere Zubereiten, wird die Menge des giftigen Salonins auf ein sehr geringes  Maß gebracht. Das fertige Chutney enthält nur noch wenig dieser Substanz und kann (natürlich in Maßen) unbedenklich verzehrt werden.  

Am nächsten Tag drückt ihr die Masse ordentlich aus und bringt sie zusammen mit dem Zucker, dem Essig, der Mango und den Rosinen zum kochen. 



Nach 45 Minuten rührt ihr das Mehl mit einem bisschen Wasser glatt und gebt es zusammen mit den restlichen Zutaten in den Topf. 


Lasst das Chutney noch einmal 15 Minuten köcheln bevor ihr es heiß in Gläser füllt (und die Gläser auf dem Kopf erkalten lasst. Dann ist das Tomatenchutney auf jeden Fall ein Jahr haltbar)


Das Chutney darf gerne 4-6 Wochen stehen, bevor es verzehrt wird. 

Hokkaido-Quiche

Es ist Kürbiszeit! Und ich habe hier ein tolles veganes Rezept für euch, das ihr sicher lieben werdet! 

Hokkaido-Quiche



Zutaten:
200gr Dinkelmehl (gerne mit Vollkorn mischen, bei kompletter Verwendung von Vollkornmehl wird es etwas pappig) 
1 TL Salz
75g kalte Vegane Margarine 
75ml kaltes Wasser

750g Hokkaido (ungeschält, würfeln)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
30g Räuchertofu sehr klein gewürfelt oder zerdrückt 
100ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer 
Muskatnuss

150g Veganen geriebenen Käse (zB Wilmersburger Kräuter)
100ml Vegane Pflanzensahne
Nach Gusto veganen Parmesan (zB grattugiato)

Mischt das Mehl mit Salz und Margarine bis ihr eine krümelige Masse habt. Dann gebt das Wasser dazu (nur etwas verrühren, nicht kneten). Stellt es während der Zubereitung der Füllung in den Kühlschrank. 

Bratet die klein gewürfelte Zwiebel zusammen mit dem gepressten Knoblauch und dem Räuchertofu in etwas Öl glasig an. Dann gebt den Kürbis dazu. Ich lasse alles kurz Farbe bekommen, dann lösche ich mit der Gemüsebrühe ab und schließe die Pfanne mit einem Deckel. Lasst alles nicht länger als 7-10 Minuten garen. Schmeckt die Füllung mit Salz Pfeffer und Muskat ab. 
Nun benetzt eine Quicheform oder ein Backblech mit Butter und Mehl, rollt den gekühlten Teig aus und legt ihn in die Form. Der Rand sollte Ca 1cm hoch sein. Gebt die Füllung hinein und streicht sie glatt. 
Mischt den Käse mit Sahne und Parmesan und streicht alles auf die Füllung. 

Nach 30 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen (unterste Schiene) könnt ihr die herbstliche Quiche genießen!


Donnerstag, 18. August 2016

Blitzrezept: veganes Mangoldpesto

Habt ihr schon von Dominiks Blogparade "Vegan, Saisonal, Regional & Fast Food" gehört?
Wenn auch ihr Lust habt mit zu machen, dann stellt bis zum 08.09.2016 euer Rezept online (oder schickt es Dominik per Mail) und verlinkt zu seiner Blogparade. Das Rezept muss alle Kriterien erfüllen, die der Name der Blogparade (vegan, saisonal, regional & fast Food) beinhaltet. Zu Gewinnen gibt es eine vegane Lebensmittelbox und für den 2. und 3. Platz Bambus Küchenpapierrollen. 

Dies ist mein zweiter Beitrag und wahrscheinlich auch nicht der Letzte :)



Veganes Mangoldpesto

Zutaten:
- 100g Mangold
- 2 kleine Tomaten 
- Rapsöl 
- 90g Sonnenblumenkerne (ersatzweise Kürbiskerne oder (mein Favorit) Paranüsse)
- 1 Knoblauchzehe 
- Rapsöl
- Salz 


Zubereitung:
Schält die Tomaten und die Knoblauchzehe und gebt sie zusammen mit den restlichen Zutaten in den Mixer. Ist die Konsistenz zu fest, gebt noch etwas Öl bei (also lieber langsam heran tasten mit dem Öl). Sollte das Pesto doch zu flüssig geworden sein, kann man noch Sonnenblumenkerne hinzufügen. 

Das Pesto schmeckt super mit Rohveganen Zucchininudeln aber auch klassisch zu gekochter Pasta. Im Kühlschrank ist es (wenn es mit Öl abgedeckt ist) einige Tage haltbar. 



Guten Appetit :)   

Mittwoch, 10. August 2016

Blitzrezept: vegane, idiotensichere Zucchini(Creme)Suppe

Dominik hat zur Blogparade "Vegan, Saisonal, Regional & Fast Food" aufgerufen und dies ist mein erster Beitrag dazu (ja, ich fürchte es kommt noch der ein oder andere ;)). 
Wenn auch ihr Lust habt mit zu machen, dann stellt bis zum 08.09.2016 euer Rezept online (oder schickt es Dominik per Mail) und verlinkt zu seiner Blogparade. Das Rezept muss alle Kriterien erfüllen, die der Name der Blogparade (vegan, saisonal, regional & fast Food) beinhaltet. Zu Gewinnen gibt es eine vegane Lebensmittelbox und für den 2. und 3. Platz Bambus Küchenpapierrollen. 

Nun aber zu meinem Rezept:
Vegane Zucchini(Creme)-Suppe

Ich komme zur Zeit kaum mit dem Ernten meiner Zucchinis hinterher. Für dieses Rezept könnt ihr auch jede Art von Zucchini nehmen. Oder, wenn ihr keine Zucchinis im Haus habt, auch Kürbis, Möhre, Brokkoli oder Blumenkohl.
Die Arbeitszeit beträgt 5-10 Minuten, die Kochzeit 10-15 Minuten 



Zutaten
- Zucchinis (eine pro Person)
- Kartoffeln (je kleine Zucchini eine Kartoffel)
- etwas Öl
- Wasser
- Salz
- Muskatnuss 
- Pflanzensahne nach Gusto

Zubereitung:


Die Zucchinis (bitte nicht schälen!) in dünne Scheiben schneiden (je dünner die Scheiben, desto geringer die Garzeit) und mit etwas Öl in einem Topf anbraten.


In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und, wenn die Zucchinis etwas Farbe bekommen haben, mit in den Topf geben.


Nun Wasser hinzu geben, bis das Gemüse gerade so bedeckt ist. Je nach Dicke der Scheiben 10-15 Minuten kochen lassen, dann pürieren und mit Salz und (wenig) Muskatnuss abschmecken. Nach Geschmack etwas Pflanzensahne dazu geben und servieren.

Dazu passt hervorragend mein Blitz-Vollkornbrot (gerne auch getoastet). 



Guten Appetit :) 

Mittwoch, 3. August 2016

Grünkohlchips und Süßkartoffelpürree mit karamellisierten Zwiebeln

Eure Kinder mögen keinen Grünkohl? Das ändert sich nun! 

Nachdem ich nun gefühlte 100 Mal sabbernd am Chips Regal im Supermarkt an den Grünkohlchips vorbei gegangen bin (ja.... Ich bin zu geizig. Knapp 4€ für nicht einmal 100g finde ich doch ein wenig übertrieben), habe ich mich selbst dran gewagt! Und diese gesunden Chips sind nicht nur ein toller Snack sondern geben auch als Beilage ein tolles Mittagessen ab :)

Grünkohlchips mit Süßkartoffelpürree und karamellisierten Zwiebeln


Und das braucht ihr für dieses köstliche Mittagessen:

- 1 große Süßkartoffel
- 6 Kartoffeln
- 3 Möhren
- etwas Möhrengrün oder Petersilie 
- Schuss Pflnazensahne 
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver
- 200g Grünkohl
- Olivenöl
- 2 Zwiebeln
- 100 g Räuchertofu
- Sonnenblumenöl
- 2 gestrichene EL Zucker 



Den Grünkohl waschen, den Strunk entfernen und die Blätter gut trocknen (entweder mit einer Salatschleuder oder manuell mit einem Küchentuch). 10ml Olivenöl mit einer Prise Salz, Paprikapulver und ganz wenig Zucker mischen und über die Blätter geben, mit den Händen gut durch mischen. Den Grünkohl auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech 40 Minuten bei 130 Grad im vorgeheizten Backofen backen. 

In der Zwischenzeit die Kartoffeln, die Süßkartoffel und die Möhren schälen und mit wenig gesalzenem Wasser gar kochen. Das Wasser anschließend abgießen und das Gemüse mit einem Schuss Pflanzensahne, Salz, Muskatnuss und Pfeffer stampfen. 

Die Zwiebeln schälen und in Streifen oder Ringe schneiden und mit Sonnenblumenöl glasig anbraten. Den Tofu ganz klein würfeln und mit in die Pfanne geben.  Wenn alles Farbe bekommen hat, den Zucker dazu geben und karamellisieren lassen. 


Ich kann gar nicht genug von meiner neuen Kreation bekommen :) durch den Räuchertofu und die Kartoffeln erinnert sie ein bisschen an klassische Grünkohlrezepte von Oma und dennoch ist es etwas völlig Neues. Probiert es aus - es lohnt sich! 

Grünkohl lässt sich wunderbar und wirklich leicht im Garten anbauen. Auch bei schlechtem Boden (ich spreche aus Erfahrung) wächst er wunderbar und ist vielseitig einsetzbar, so landet er bei uns in Smoothies, in Suppen, im Salat oder halt in Form von Chips in einer Schüssel :)


Dienstag, 12. Juli 2016

Blitzrezept: Lieblingsschokokuchen vom Blech

Ich liebe Schokolade! Vor allem in und auf Kuchen. 

Hier mein Lieblingsrezept:

Zutaten 
200g (Vollrohr-)Zucker 
200g Dinkelvollkornmehl
100g Dinkelmehl
130ml Öl
400ml Wasser oder Sojamilch (mit Wasser schmeckt es mir persönlich besser) 
4 EL Kakaopulver
150g Vegane Zartbitterschokolade (grob gehackt)
30g weiße Vegane Schokolade (gerieben)
1 Pck Backpulver
Bourbon Vanille nach Geschmack

Alle Zutaten kräftig verrühren und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech 35 Minuten bei 180 Grad backen (Holzstäbchentest erforderlich). 

Noch vor dem abkühlen die schoki-Raspel drüber streuen


Freitag, 1. Juli 2016

Vegane Himbeer-Vollkorn-Küchlein

Heute findet im Kindergarten meiner beiden grossen Winterkinder eine kleine musikalische Aufführung statt, zu der ich mich bereit erklärt habe, veganes Gebäck mitzubringen. 

Schon lange wollte ich irgendwas mit Himbeeren und Bananen kreieren. Hier nun das fertige Rezept:



Zutaten:
400g Dinkelvollkornmehl 
200g Dinkelmehl
170g Vollrohrzucker/Agavendicksaft oder ein anderes Mittel zum Süßen 
200g weiche Vegane Margarine
2 zerdrückte Bananen
Mark einer Vanilleschote
1 Pck Backpulver 
200ml lauwarmes Wasser 

1 Händchen voll Himbeeren 
Saft einer Zitrone 
Puderzucker 

Zubereitung 
Mischt alle Zutaten für den Teig und gebt beliebig große, flache Kleckse mit Hilfe zweier Esslöffel auf ein Backblech. Wenn ihr die Löffel vorher nass macht, kann man die Kleckse auch glatt und rund formen. 
Backt die Küchlein nun bei 160 Grad Umluft ca 25 Minuten. 

In der Zwischenzeit werden die Himbeeren zusammen mit dem Zitronensaft püriert und anschließend  mit dem Puderzucker glatt gerührt. Wenn die Küchlein fertig gebacken sind, kann man sie mit der Himbeer-Zucker-Masse bestreichen und auskühlen lassen. 

Schmeckt besonders lecker bei einer Tasse schwarzem Tee 

Samstag, 21. Mai 2016

Brennnessel-Smoothie

Guten Morgen! Na, auch oft keine Lust auf Brot morgens? Der Frühling ist da und bietet (zumindest, wenn man nicht gerade mitten in der Stadt wohnt) eine Vielzahl an vitaminreichen Wildkräutern. 

Die Bärlauchzeit ist rum, dafür stehen nun überall Brennnesseln am Waldrand, die nicht nur äußerst lecker sind, sondern auch extrem gesund. 850% des Tagesbedarfs an Vitamin K, 175% des Tagesbedarfs an Vitamin C, 50% des Tagesbedarfs an Vitamin A, mehr Calcium als Milch und viele weitere Nährstoffe bietet dieses (Un-)Kraut. 

Es wundert also nicht, dass die Brennnessel den Menschen zu Kriegs- und Dürrezeiten das Überleben gesichert hat. 

Nun aber zu meinem liebsten Brennnesselrezept!

Ihr benötigt:
1/2 Reife Banane
1Orange
1 Hand voll Brennnessel(-spitzen)
1 Glas Sojamilch
1/2 Glas Traubensaft

Alles schön fein mixen. Kalt schmeckt er am besten!


Dank der vielen süßeren Zutaten trinken meine Kinder diesen Smoothie sehr gern. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!!

Donnerstag, 12. Mai 2016

Nudeln mit Brennnessel-Cashew-Soße



Huch, ist schon wieder ein Monat vergangen, seit ich den letzten Post verfasst habe?!

Es ist auf jeden Fall viel passiert. Ich habe mich intensiv um mein Gewächshaus gekümmert und den Garten ein wenig auf Vordermann gebracht. 

Was unschuldig im März mit ein paar wenigen Pflänzchen auf der Fensterbank begann,

Sieht inzwischen so aus:

 Ich habe heute auch schon das erste Rasdieschen ernten dürfen, das dann gleich (inkl. Grün ^^) von mir vertilgt wurde


Während ich also heute wieder im Garten am wuseln war, habe ich mich nebenbei mit der Deutsch-Russischen Oma von nebenan (eine tolle, herzensgute Frau, die ich seit meinem 6. Lebensjahr kenne) unterhalten. Sie erzählte mir von ihrer Kindheit und den schwierigen Bedingungen unter denen sie und ihr Bruder groß wurden. Sie berichtete von dem herrlich duftenden Stroh, auf dem sie schlief und von der Vorfreude auf das Frühjahr, in den kältesten Regionen Russlands. Die Vorfreude auf die essbaren Pflanzen, auf Sauerampfer, wilden Knoblauch und Lauchzwiebeln. Aber auch von der bitteren Kälte erzählt sie mir und dem Hunger, den sie ertragen  musste. 

Ich liebe es, ihr zuzuhören. Ihre Augen leuchten, vor allem, wenn sie versucht die Gerüche und Geschmäcker, die so fest mit ihren Erinnerungen verwurzelt sind, zu beschreiben. 
Sie betont immer, wie glücklich sie mit diesen einfachen paar wilden Pflanzen waren, die die Natur ihnen im Frühjahr bot. Und wie fest nicht nur der familiäre, sondern auch der gesellschaftliche Zusammenhalt war, "wenn jemand mal an eine Hand voll Mehl oder an ein paar Körner Salz kam, dann hat man die geteilt".

Inspiriert von ihren Erzählungen habe ich mir gleich ein paar Handschuhe geschnappt und junge Brennesseln gepflückt! 

Nudeln mit Brennessel-Cashew-Soße 


Zutaten:

Ein Bund junge Brennesseln
1 Scharlotte
1 Knoblauchzehe
250ml Pflanzensahne
Eine Hand voll Cashewkerne
Salz 
Pfeffer 
Zitronensaft von 1/2 Zitrone 

Zubereitung:

Übergießt die Brennesseln zunächst mit kochendem Wasser und wascht sie dann noch einmal kalt nach. Schneidet Sie klein und legt sie bei Seite. 

Schält und würfelt die Scharlotte und bratet sie in etwas (Lein-)Öl an. Wenn sie Farbe bekommen haben, wringt die Brennesseln aus und gebt sie zusammen mit dem gehackten Knoblauch dazu. Lasst alles kurz anbraten und löscht dann mit der Pflanzensahne ab. Werft die Cashewkerne mit dazu und püriert alles. Zum Schluss schmeckt ihr die Soße mit Salz Pfeffer und Zitronensaft ab. 

Guten Appetit :)

Sonntag, 10. April 2016

Vegane Gefüllte Paprika

Ich habe in den letzten Wochen wieder so vieles gekocht und fotografiert, aber irgendwie finde ich nicht die Zeit, alles zu einem neuen Post zusammen zu stellen. Ständig kommt etwas dazwischen. Die letzten zwei Wochen habe ich mich (neben dem versorgen der - mal wieder - kranken Kinder) um meine Pflänzchen draußen gekümmert. Ich habe einiges in Töpfen und Kästen an Gemüse an gepflanzt und hoffe auf eine reiche Ernte dieses Jahr. Aber dazu ein anderes mal mehr.

Heute gab es bei uns unter anderem mal wieder gefüllte Paprika (nach türkischer Art). 

Folgende Zutaten braucht ihr dafür:

- Ca 12 Paprika (dolma Paprika - gibt's im türkischen / griechischen / arabischen Supermarkt. Die sind sehr dünnwandig und am besten dafür geeignet). 
- 1 Becher voll Reis
- 1/2 Becher bulgur
- 1 große Zwiebel
- einige Blätter Minze
- Petersilie 
- 2 gut gehäufte EL Tomatenmark
- 1 EL Scharfes Paprikamark
- Öl
- ein paar Flocken vegane Butter 
- Salz 
- 1 Tomate 
- einige Kartoffeln

Die Zubereitung:

Schält die Zwiebel, würfelt sie und bratet sie in etwas Öl an. In der Zwischenzeit werden die Paprikas gewaschen, enthauptet ^^ und überall mal kurz mit dem Messer angepieckst, damit Wasser durch die Haut dringen kann. 

Schneidet um den Stiel herum die Paprika Stücke ab und zerkleinert sie. Sobald die Zwiebel Farbe bekommen hat, könnt ihr die kleingeschnibbelten Paprikareste mit in die Pfanne geben. Lasst alles kurz anbraten und gebt dann den Reis, den Bulgur, das Tomatenmark, das Paprikamark und die Gewürze hinzu. Wenn ihr mit etwas Wasser ablöscht, lässt sich alles besser verteilen. 

Nun könnt ihr nach und nach die Paprikas mit der Masse füllen, in einen Topf geben und die Freiräume im Topf mit Kartoffelvierteln füllen. Legt auf jede Paprika eine Scheibe Tomate und gebt noch ein paar Butterflocken in den Topf. Zum Schluss übergießt ihr alles mit einem Gemisch aus gesalzenem Tomatenmarkwasser (ca. 1 EL auf einen Liter), so, das die Paprikas fast bedeckt sind. Nach etwa 20 Minuten köcheln auf kleiner Flamme ist alles gar.


Guten Appetitt :)

Donnerstag, 7. April 2016

Natürliche Haarwäsche

Seit ich denken kann, muss ich meine Haare täglich waschen, um nicht mit einem fettigen Ansatz und trockenen Spitzen herum laufen zu müssen. Nachdem ich letztes Jahr auch fast alle Kosmetikprodukte auf vegan umgestellt habe und auch das Shampoo von mir getauscht wurde, wurde es erst mal noch schlimmer. Meine Haare waren trocken und widerspenstig. Vor allem unter der Dusche hatte ich nicht wie sonst dieses weiche, fluffig-schaumige Gefühl in den Haaren, sondern es fühlte sich rau und spröde an. Trotzdem gab ich nicht auf und benutzte das vegane Shampoo von alverde weiterhin. Nach ca. einer Woche gewöhnte sich mein Haar auch daran und es wurde wieder weicher. Es kam auch hin und wieder vor, dass ich mal eine Haarwäsche auslassen konnte. 

Natürliche Alternativen zum Shampoo

Trotz allem war mir das noch nicht genug. Ich wollte größere Abstände zwischen den Haarwäschen, weniger Geld für diese ganzen Pflegeprodukte ausgeben und es lag mir am Herzen, noch mehr Plastik aus unserem Haushalt zu verbannen. 

Dafür experimentierte ich überwiegend mit Backzutaten, die man eh im Haushalt hat herum und orientierte mich dabei an verschiedenen Rezepten aus dem Internet für selbst gemachtes Shampoo. 

Mein Lieblingsshampoo besteht aus 250ml warmen Wasser und 3 gehäuften Esslöffeln Roggenvollkornmehl. Ich mische die beiden Zutaten und lasse sie mindestens eine Stunde stehen, bevor ich die Masse siebe und beim Duschen oder in der Wanne auf den Kopf auftrage und damit ordentlich die Kopfhaut massiere. Ich lasse alles ein paar Minuten ziehen und wasche es dann gründlich aus. Zum Schluss spüle ich mit kaltem Wasser nach, dadurch schließt sich die Schuppenschicht der Haare. Allgemein versuche ich inzwischen all zu warmes Wasser auf meinen Haaren zu vermeiden, da es nur die Haare aufquellen lässt. 



Ich habe auch noch ein anderes Rezept ausprobiert, dabei mische ich eine Packung Backpulver mit einem Glas (200-250ml) heißem Wasser und wasche  damit die Haare. Anschließend kippe ich einen Liter kaltes Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig über die Haare. Der Geruch des Essigs verfliegt. Leider trocknet mir diese Variante zu sehr Haare und Kopfhaut aus. Daher ist es für mich lediglich dann eine Option, wenn ich das Gefühl habe, meine Kopfhaut ist sehr fettig und bedarf einer stärkeren Reinigung. 

Die Bürste - mein bester Freund

Bei beiden Varianten ist das Bürsten äußerst wichtig. So wie Oma es schon immer sagte, sollte man die Haare mit 100 Bürstenstrichen pflegen. Das Sebum verteilt sich gleichmäßig im Haar und verleiht ihm Glanz. Gleichzeitig wird die Kopfhaut massiert, wodurch die Durchblutung angeregt wird und die Haare schneller wachsen. 
Ich verwende dafür eine Bürste mit Wildschweinborsten und dazwischen Plastikstiften. Diese Bürste hatte ich schon vor meiner Lebensumstellung auf vegan und Wegschmeißen wäre zu schade. 
Ein bis zwei Mal die Woche nehme ich die Bürste mit in die Wanne/unter die Dusche und Seife sie kräftig ein, denn sie nimmt morgens und abends (und manchmal auch zwischendurch) den ganzen Staub und Dreck, der sich über den Tag in den Haaren ablegt, auf. 

Fazit

Die Umstellung auf ein natürliches selbstgemachtes Shampoo hat sehr viele Vorteile:
- es kostet viel weniger 
- man kann sich ständig neue Varianten (auch mit ätherischen Ölen) ausdenken
- die Haare fetten weniger nach
- man hat immer etwas im Haus, das man verwenden kann
- man produziert keinen Plastikmüll
- man schmiert sich keine Chemie in die Haare

Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Haare seit dem mehr glänzen und kräftiger sind. 

Das Ganze hat aber auch Nachteile:
- man muss das Shampoo immer frisch zubereiten
- das "Mitnehmen" (zB in den Urlaub) gestaltet sich umständlicher als bei normalem Shampoo

Wer auch mit selbstgemachtem, natürlichem Shampoo liebäugelt und bislang normales Shampoo verwendet, dem empfehle ich einen sanften Übergang zu schaffen und zunächst auf fertiges, natürliches Shampoo (zB von alverde oder lavera) umzustellen. Die Haare und die Kopfhaut reagieren sehr stark auf diese Veränderung. 
In jedem Fall wird das Endergebnis überraschen! Ich nutze inzwischen seit einem Monat kein Shampoo mehr und mein Haar sowie meine Kopfhaut fühlen sich super an! Ich wasche mir alle 2-3 Tage die Haare und nie waren meine Haare so weich und kräftig! Die juckende Kopfhaut, die ich früher hatte, gehört der Vergangenheit an und ich konnte noch mehr Plastik aus unserem Haushalt mit der No poo Methode verbannen. 

Wie und wie oft wascht ihr euch die Haare? 

Dienstag, 5. April 2016

Kulinarisch um die Welt Teil 3 - die Nachspeise

Nachdem ich beim zweiten Teil der Blogparade von Lavendelblog "Kulinarisch um die Welt" einen Gutschein für eine Kochbox gewonnen habe, die ich mir heute Abend noch bestellen werde, folgt nun mein dritter Beitrag - die Nachspeise! Es gibt wieder tolle Gewinne, mitmachen lohnt sich!

Aktuell findet man bei uns in jedem Supermarkt Rhabarber. Zugegeben, ich habe Rhabarber bis letzte Woche noch nie verarbeitet. Aber seit dem bestimmt 3 Kilo ^^

Mein Rezept für Erdbeer-Rhabarber-Kuchen



Der Kuchen lässt sich wunderbar einen Tag vorher machen, denn dann schmeckt er so richtig schön saftig!

Und das benötigt ihr:

Für den Teig
1Apfel 
150g Dinkelvollkornmehl 
100g Dinkelmehl
1/2 Würfel Hefe ODER 1 Pck Trockenhefe
Prise Salz
40g (Vollrohr-)Zucker
40g Vegane Margarine ODER Öl
100ml warmes Wasser

Für den Belag
150g (Vollrohr-)Zucker
1 Schale Erdbeeren
1 Bund Rhabarber (meist so ca 750gr)
500ml Rhabarbersaft (mit Sojamilch aufgefüllt)
1pck Vanillepuddingpulver 

Für die Streusel
100g Dinkelvollkornmehl 
100g Dinkelmehl
150g kalte vegane Margarine
100g (Vollrohr-)Zucker

Die Zubereitung:

Löst die Hefe im warmen Wasser auf und vermischt alle Zutaten zu einem Teig. Sollte er kleben, gebt mehr Mehl hinzu und lasst ihn ca 30-60 Minuten in einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort gehen. 

Wascht die Erdbeeren und den Rhabarber. Der Rhabarber sollte außerdem geschält werden. Schneidet alles klein und vermengt die Masse mit dem Zucker. Lasst die gezuckerte Masse genauso lange wie den Teig stehen, damit sich Wasser bildet. 

Nach der Wartezeit von 30-60 Minuten (wenn ihr ein bisschen länger wartet, bekommt ihr zum einen mehr Rhabarber-Erdbeersaft und der Teig wird zum anderen auch besser), giesst ihr den gewonnenen Saft ab und füllt die Menge mit Sojamilch auf, bis ihr 500ml Flüssigkeit zusammen habt. 
Nehmt nun 2-3 EL von der Flüssigkeit und rührt das Puddingpulver ein. Der Rest wird in einem Topf unter rühren erhitzt. Wenn der Saft anfängt zu köcheln, könnt ihr das Puddinggemisch einrühren und andicken lassen. 


Verteilt den Teig auf ein Backblech oder in eine Glasform. Sollte er kleben, bestreut ihn wieder mit ein wenig Mehl. 


Auf dem Teig verteilt ihr nun den Pudding und anschließend die Erdbeer- und Rhabarberstücke. 


Mischt alle Zutaten für die Streusel zusammen und verteilt sie auf dem Kuchen. 

Backt den Kuchen nun 35-40 Minuten bei 180Grad im vorgeheizten Backofen. 



Viel Spaß beim Nachbacken :)

Freitag, 4. März 2016

Blogparade: Kulinarisch um die Welt Teil 2

Vor einigen Tagen habe ich euch meinen Beitrag (Klick) für den ersten Teil der Blogparade "kulinarisch um die Welt" vorgestellt. Hier folgt nun das nächste Rezept - der Hauptgang!



Immer nur türkisches Essen ist auch langweilig und weil es hier auch im Winter tolles, regionales Gemüse gibt, bleibe ich heute mit meiner Kreation in Deutschland. 

Veganer überbackener Chircorée mit Pellkartoffeln und buntem Salat

Von vielen gehasst aufgrund seines bitteren Geschmacks gehört der Chicorée gerade deswegen zu meinen absoluten Lieblingsgemüsesorten. 

Schon 100g dieser Rübe decken 70% des Tagesbedarfs an Vitamin A (u.a. wichtig für gesunde, schöne Haut) und 280% (!) des Tagesbedarfs an Vitamin K  (u.a. wichtig für die Blutgerinnung und Schutz vor Osteoporose). 

Nun aber zum Rezept!

Folgende Zutaten benötigt ihr:

4 Chicorée 
1 Zwiebel 
2 Tomaten 
Etwas Petersilie 
1 Hand voll Nüsse (Cashewkerne und Paranüsse zB)
1 Pck Sojasahne 
Ggf 1 TL Cashew- oder Mandelmuß
Salz 
Pfeffer 
Paprikapulver rosenscharf
Schuss Sojasoße 
300ml Wasser
1 EL Dinkelvollkornmehl
1 EL Vegane Margarine
1 TL Senf


Zur Zubereitung:

Kocht die Pellkartoffeln in salzigem Wasser bis sie gar sind.
Währenddessen schält und schneidet ihr die Zwiebel klein und bratet sie mit etwas (Omega-3-reichem) Rapsöl in einer großen Pfanne an. Teilt die Chicorées in zwei Hälften und legt sie mit in die Pfanne.  


Wenn alles ein bisschen Farbe bekommen hat, wird mit den 300ml Wasser alles abgelöscht. Die Tomaten schälen, würfeln und dazu geben. Salz hinzufügen und 10 Minuten kochen lassen. 

In der Zwischenzeit die Margarine in einem Topf zerlassen und das Mehl unter rühren hinzufügen. Die Sahne, den Senf und das Nussmuß hinzufügen. Alles leicht andicken lassen. 

Nun den Chicorée mit einem Schöpflöffel in eine Auflaufform geben. 
Die Soße in das Kochwasser geben, mit Salz, Pfeffer, Petersilie, Paprikapulver und Sojasoße abschmecken. Die Masse etwas andicken lassen. 


Die Soße nun über dem Chicorée verteilen, mit gehackten Nüssen bestreuen und bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen 20-25 Minuten backen. 

Das Gericht lässt sich super vorbereiten und schmeckt auch aufgewärmt noch sehr lecker. 




Viel Spaß beim Nachkochen :)