Sonntag, 10. April 2016

Vegane Gefüllte Paprika

Ich habe in den letzten Wochen wieder so vieles gekocht und fotografiert, aber irgendwie finde ich nicht die Zeit, alles zu einem neuen Post zusammen zu stellen. Ständig kommt etwas dazwischen. Die letzten zwei Wochen habe ich mich (neben dem versorgen der - mal wieder - kranken Kinder) um meine Pflänzchen draußen gekümmert. Ich habe einiges in Töpfen und Kästen an Gemüse an gepflanzt und hoffe auf eine reiche Ernte dieses Jahr. Aber dazu ein anderes mal mehr.

Heute gab es bei uns unter anderem mal wieder gefüllte Paprika (nach türkischer Art). 

Folgende Zutaten braucht ihr dafür:

- Ca 12 Paprika (dolma Paprika - gibt's im türkischen / griechischen / arabischen Supermarkt. Die sind sehr dünnwandig und am besten dafür geeignet). 
- 1 Becher voll Reis
- 1/2 Becher bulgur
- 1 große Zwiebel
- einige Blätter Minze
- Petersilie 
- 2 gut gehäufte EL Tomatenmark
- 1 EL Scharfes Paprikamark
- Öl
- ein paar Flocken vegane Butter 
- Salz 
- 1 Tomate 
- einige Kartoffeln

Die Zubereitung:

Schält die Zwiebel, würfelt sie und bratet sie in etwas Öl an. In der Zwischenzeit werden die Paprikas gewaschen, enthauptet ^^ und überall mal kurz mit dem Messer angepieckst, damit Wasser durch die Haut dringen kann. 

Schneidet um den Stiel herum die Paprika Stücke ab und zerkleinert sie. Sobald die Zwiebel Farbe bekommen hat, könnt ihr die kleingeschnibbelten Paprikareste mit in die Pfanne geben. Lasst alles kurz anbraten und gebt dann den Reis, den Bulgur, das Tomatenmark, das Paprikamark und die Gewürze hinzu. Wenn ihr mit etwas Wasser ablöscht, lässt sich alles besser verteilen. 

Nun könnt ihr nach und nach die Paprikas mit der Masse füllen, in einen Topf geben und die Freiräume im Topf mit Kartoffelvierteln füllen. Legt auf jede Paprika eine Scheibe Tomate und gebt noch ein paar Butterflocken in den Topf. Zum Schluss übergießt ihr alles mit einem Gemisch aus gesalzenem Tomatenmarkwasser (ca. 1 EL auf einen Liter), so, das die Paprikas fast bedeckt sind. Nach etwa 20 Minuten köcheln auf kleiner Flamme ist alles gar.


Guten Appetitt :)

Donnerstag, 7. April 2016

Natürliche Haarwäsche

Seit ich denken kann, muss ich meine Haare täglich waschen, um nicht mit einem fettigen Ansatz und trockenen Spitzen herum laufen zu müssen. Nachdem ich letztes Jahr auch fast alle Kosmetikprodukte auf vegan umgestellt habe und auch das Shampoo von mir getauscht wurde, wurde es erst mal noch schlimmer. Meine Haare waren trocken und widerspenstig. Vor allem unter der Dusche hatte ich nicht wie sonst dieses weiche, fluffig-schaumige Gefühl in den Haaren, sondern es fühlte sich rau und spröde an. Trotzdem gab ich nicht auf und benutzte das vegane Shampoo von alverde weiterhin. Nach ca. einer Woche gewöhnte sich mein Haar auch daran und es wurde wieder weicher. Es kam auch hin und wieder vor, dass ich mal eine Haarwäsche auslassen konnte. 

Natürliche Alternativen zum Shampoo

Trotz allem war mir das noch nicht genug. Ich wollte größere Abstände zwischen den Haarwäschen, weniger Geld für diese ganzen Pflegeprodukte ausgeben und es lag mir am Herzen, noch mehr Plastik aus unserem Haushalt zu verbannen. 

Dafür experimentierte ich überwiegend mit Backzutaten, die man eh im Haushalt hat herum und orientierte mich dabei an verschiedenen Rezepten aus dem Internet für selbst gemachtes Shampoo. 

Mein Lieblingsshampoo besteht aus 250ml warmen Wasser und 3 gehäuften Esslöffeln Roggenvollkornmehl. Ich mische die beiden Zutaten und lasse sie mindestens eine Stunde stehen, bevor ich die Masse siebe und beim Duschen oder in der Wanne auf den Kopf auftrage und damit ordentlich die Kopfhaut massiere. Ich lasse alles ein paar Minuten ziehen und wasche es dann gründlich aus. Zum Schluss spüle ich mit kaltem Wasser nach, dadurch schließt sich die Schuppenschicht der Haare. Allgemein versuche ich inzwischen all zu warmes Wasser auf meinen Haaren zu vermeiden, da es nur die Haare aufquellen lässt. 



Ich habe auch noch ein anderes Rezept ausprobiert, dabei mische ich eine Packung Backpulver mit einem Glas (200-250ml) heißem Wasser und wasche  damit die Haare. Anschließend kippe ich einen Liter kaltes Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig über die Haare. Der Geruch des Essigs verfliegt. Leider trocknet mir diese Variante zu sehr Haare und Kopfhaut aus. Daher ist es für mich lediglich dann eine Option, wenn ich das Gefühl habe, meine Kopfhaut ist sehr fettig und bedarf einer stärkeren Reinigung. 

Die Bürste - mein bester Freund

Bei beiden Varianten ist das Bürsten äußerst wichtig. So wie Oma es schon immer sagte, sollte man die Haare mit 100 Bürstenstrichen pflegen. Das Sebum verteilt sich gleichmäßig im Haar und verleiht ihm Glanz. Gleichzeitig wird die Kopfhaut massiert, wodurch die Durchblutung angeregt wird und die Haare schneller wachsen. 
Ich verwende dafür eine Bürste mit Wildschweinborsten und dazwischen Plastikstiften. Diese Bürste hatte ich schon vor meiner Lebensumstellung auf vegan und Wegschmeißen wäre zu schade. 
Ein bis zwei Mal die Woche nehme ich die Bürste mit in die Wanne/unter die Dusche und Seife sie kräftig ein, denn sie nimmt morgens und abends (und manchmal auch zwischendurch) den ganzen Staub und Dreck, der sich über den Tag in den Haaren ablegt, auf. 

Fazit

Die Umstellung auf ein natürliches selbstgemachtes Shampoo hat sehr viele Vorteile:
- es kostet viel weniger 
- man kann sich ständig neue Varianten (auch mit ätherischen Ölen) ausdenken
- die Haare fetten weniger nach
- man hat immer etwas im Haus, das man verwenden kann
- man produziert keinen Plastikmüll
- man schmiert sich keine Chemie in die Haare

Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Haare seit dem mehr glänzen und kräftiger sind. 

Das Ganze hat aber auch Nachteile:
- man muss das Shampoo immer frisch zubereiten
- das "Mitnehmen" (zB in den Urlaub) gestaltet sich umständlicher als bei normalem Shampoo

Wer auch mit selbstgemachtem, natürlichem Shampoo liebäugelt und bislang normales Shampoo verwendet, dem empfehle ich einen sanften Übergang zu schaffen und zunächst auf fertiges, natürliches Shampoo (zB von alverde oder lavera) umzustellen. Die Haare und die Kopfhaut reagieren sehr stark auf diese Veränderung. 
In jedem Fall wird das Endergebnis überraschen! Ich nutze inzwischen seit einem Monat kein Shampoo mehr und mein Haar sowie meine Kopfhaut fühlen sich super an! Ich wasche mir alle 2-3 Tage die Haare und nie waren meine Haare so weich und kräftig! Die juckende Kopfhaut, die ich früher hatte, gehört der Vergangenheit an und ich konnte noch mehr Plastik aus unserem Haushalt mit der No poo Methode verbannen. 

Wie und wie oft wascht ihr euch die Haare? 

Dienstag, 5. April 2016

Kulinarisch um die Welt Teil 3 - die Nachspeise

Nachdem ich beim zweiten Teil der Blogparade von Lavendelblog "Kulinarisch um die Welt" einen Gutschein für eine Kochbox gewonnen habe, die ich mir heute Abend noch bestellen werde, folgt nun mein dritter Beitrag - die Nachspeise! Es gibt wieder tolle Gewinne, mitmachen lohnt sich!

Aktuell findet man bei uns in jedem Supermarkt Rhabarber. Zugegeben, ich habe Rhabarber bis letzte Woche noch nie verarbeitet. Aber seit dem bestimmt 3 Kilo ^^

Mein Rezept für Erdbeer-Rhabarber-Kuchen



Der Kuchen lässt sich wunderbar einen Tag vorher machen, denn dann schmeckt er so richtig schön saftig!

Und das benötigt ihr:

Für den Teig
1Apfel 
150g Dinkelvollkornmehl 
100g Dinkelmehl
1/2 Würfel Hefe ODER 1 Pck Trockenhefe
Prise Salz
40g (Vollrohr-)Zucker
40g Vegane Margarine ODER Öl
100ml warmes Wasser

Für den Belag
150g (Vollrohr-)Zucker
1 Schale Erdbeeren
1 Bund Rhabarber (meist so ca 750gr)
500ml Rhabarbersaft (mit Sojamilch aufgefüllt)
1pck Vanillepuddingpulver 

Für die Streusel
100g Dinkelvollkornmehl 
100g Dinkelmehl
150g kalte vegane Margarine
100g (Vollrohr-)Zucker

Die Zubereitung:

Löst die Hefe im warmen Wasser auf und vermischt alle Zutaten zu einem Teig. Sollte er kleben, gebt mehr Mehl hinzu und lasst ihn ca 30-60 Minuten in einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort gehen. 

Wascht die Erdbeeren und den Rhabarber. Der Rhabarber sollte außerdem geschält werden. Schneidet alles klein und vermengt die Masse mit dem Zucker. Lasst die gezuckerte Masse genauso lange wie den Teig stehen, damit sich Wasser bildet. 

Nach der Wartezeit von 30-60 Minuten (wenn ihr ein bisschen länger wartet, bekommt ihr zum einen mehr Rhabarber-Erdbeersaft und der Teig wird zum anderen auch besser), giesst ihr den gewonnenen Saft ab und füllt die Menge mit Sojamilch auf, bis ihr 500ml Flüssigkeit zusammen habt. 
Nehmt nun 2-3 EL von der Flüssigkeit und rührt das Puddingpulver ein. Der Rest wird in einem Topf unter rühren erhitzt. Wenn der Saft anfängt zu köcheln, könnt ihr das Puddinggemisch einrühren und andicken lassen. 


Verteilt den Teig auf ein Backblech oder in eine Glasform. Sollte er kleben, bestreut ihn wieder mit ein wenig Mehl. 


Auf dem Teig verteilt ihr nun den Pudding und anschließend die Erdbeer- und Rhabarberstücke. 


Mischt alle Zutaten für die Streusel zusammen und verteilt sie auf dem Kuchen. 

Backt den Kuchen nun 35-40 Minuten bei 180Grad im vorgeheizten Backofen. 



Viel Spaß beim Nachbacken :)